Energiemix

Der Rückgriff auf unterschiedliche Energieformen bringt verschiedene Vorteile mit sich. Würde man sich nur auf eine einzige Quelle verlassen, dann wäre man unter Umständen von einer Knappheit dieser Ressource besonders hart betroffen. Eine mangelnde Verfügbarkeit kann sich etwa durch politische Krisen im Förderungsland ergeben, was drastische Preissteigerungen zur Folge haben kann. Daher mischt man diverse Primärenergien in unterschiedlichen Verhältnissen, um eine Abhängigkeit zu vermeiden und für den Kunden eine Versorgung zu garantieren.

Energiequellen

In Deutschland werden hauptsächlich fossile Energien genutzt: Erdöl, Erdgas sowie Braun- und Steinkohle. Außerdem stehen Kernenergie und erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und Biomasse zu Verfügung. Der Anteil der regenerativen Ressourcen wird wohl in der Zukunft steigen, denn die Preise für konventionelle Energieträger steigen zunehmend wegen ihrer natürlichen Limitierung an. Auch wächst das Bewusstsein der Endverbraucher für umweltverträgliche Energien. Nicht zuletzt werden wiedererneuerbare Ressourcen auch staatlich durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG Gesetz) gefördert.

Höhere Ansprüche

Noch ist es nicht möglich, ganz auf herkömmliche Energieträger zu verzichten. Doch die Ansprüche an die Energiequellen der Zukunft werden immer höher. Eine möglichst hohe, im Optimalfall unbegrenzte Verfügbarkeit ist ebenso ausschlaggebend wie die Nachhaltigkeit der Energiequelle. Darunter versteht man auch die Umweltverträglichkeit der Förderungsmethode, bzw. der Nutzung der entsprechenden Ressource.

Transparenz

Seit dem Jahr 2005 müssen Energieunternehmen die Details ihres Energiemixes offenlegen. Dies gilt für Werbematerialien ebenso wie für die Jahresendabrechnung. Die Stromerzeugung soll so für den Endverbraucher transparenter werden, auf die Energiequalität hat die Herkunft jedoch keine Auswirkung. So lassen sich Tarife finden, die dem Umweltbewusstsein des Kunden genügen.