Erdgaspreise

Die Preise für Energie steigen allgemein an. Davon sind nicht nur Strom und Wasser, sondern auch die Erdgaspreise betroffen. Seit 2007 allerdings können Kunden ihren Erdgasanbieter wechseln und sind nicht mehr darauf angewiesen, Gas vom örtlichen Versorger zu beziehen. Unter Umständen lässt sich somit viel Geld einsparen, denn auf dem deutschen Markt bieten zur Zeit etwa 700 Energieunternehmen ihre Tarife an.

Zusammensetzung der Erdgaspreise

Der Erdgaspreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dabei sind die Erdgasbeschaffungskosten der Hauptfaktor. Gemeint sind damit neben den eigentlichen Beschaffungskosten auch die Kosten für Erschließung, Nutzung, Exploration und Förderung. Außerdem sind die Transportkosten in den Beschaffungskosten mitinbegriffen. Da Erdgas gespeichert wird, um mögliche Schwankungen auszubalancieren, fallen auch für diesen Aufwand Kosten an. Zu diesen Faktoren kommen Steuern und Abgaben hinzu. Zur Erdgassteuer werden noch die Umsatz- und die Mehrwertsteuer addiert. Damit wird die Gasentnahme aus dem Leitungsnetzwerk geregelt.

Preisbilder

Der Energieverbrauch nimmt in Deutschland ständig zu. Es ist daher erforderlich, an die 80% des benötigten Erdgases zu importieren, um dem Bedarf zu entsprechen. Die internationale Nachfrage wirkt sich infolge dessen preisbildend aus. Ein Grund hierfür liegt auch in der Ölpreisbindung, die seit den 1960er Jahren besteht. Der Gedanke dahinter war eine Sicherung von Investitionen und der Erdgasförderung. Der negative Nebeneffekt war jedoch eine an den Ölpreis gekoppelte Steigerung der Erdgaspreise. Aus heutiger Sicht gesehen macht eine derartige Bindung allerdings wenig Sinn. Um eine fairere Preisbildung zu gewährleisten, wird momentan über Entkopplungsmöglichkeiten nachgedacht. Oft sind politische Unruhen in den Beschaffungsländern der Grund für einen Preisanstieg. So entsteht schnell ein Engpass bei der Belieferung mit Erdöl und –gas, was eine Preissteigerung für Mangelware nach sich zieht.

Erdgasanbieter wechseln zur Kostensenkung

Der Endverbraucher hat nur die Möglichkeit, durch einen Anbietervergleich und gegebenenfalls einem Wechsel den steigenden Preisen zu begegnen. Denn eine seit langem geforderte Entkopplung von Erdgas- und Ölpreisen ist bislang nicht in Sicht. Ob diese auch tatsächlich mit einer Preissenkung verbunden wäre, ist ebenfalls nicht sicher. Am besten ist es, auf einen Vergleichsrechner im Internet zurückzugreifen, um den optimalen Anbieter und den genau passenden Tarif für die individuellen Ansprüche zu finden.