Gas Lexikon – Gasbegriffe einfach erklärt

Zum Thema Gas gibt es zahlreiche unterschiedliche Stichpunkte und wissenswerte Aspekte. Um Ihnen eine gute Informations- und Entscheidungsgrundlage bieten zu können, erläutern wir Ihnen hier die wichtigsten Punkte zum Thema. So können Sie sich ein besseres Bild verschaffen und entscheiden, auf welche Aspekte Sie persönlich besonders achten möchten.

Zur Ermittlung des Abrechnungsbrennwertes, also der verbrauchten kWh des gelieferten Gases, wird der Brennwert mit der Zustandszahl multipliziert.

Biogas ist ein umweltfreundliches Gas und besteht vor allem aus Methan und Kohlenstoffdioxid. Es wird bei der Vergärung von organischem Material gewonnen.

Der Brennwert bezeichnet die Energie, welche bei vollständiger Verbrennung von Gas und anschließender Rückkühlung frei wird. Er wird in kWh angegeben.

Die Bundesnetzagentur kontrolliert den Wettbewerb der Netzmärkte und ist in der Energiebranche unter anderem für die Nutzungsentgelte verantwortlich.

Bei CCS (Carbon Capture and Storage) wird das entstehende Treibhausgas nicht in die Atmosphäre geleitet, sondern mit dem Oxyfuelverfahren weiterbehandelt.

Der CDM soll durch Gebühren und die Vermeidung von Emissionen indirekt Kohlendioxid-Gas eingesparen, z.B. durch die Einrichtung von Photovoltaikanlagen.

CO₂ ist die chemische Abkürzung für das Gas Kohlenstoffdioxid, das bei Verbrennungsprozessen freigesetzt wird und eine der Ursachen des Klimawandels ist.

Mit Dispatching ist die Kontrolle und Lenkung von Gasversorgungssystemen gemeint.

Downstream ist die Bezeichnung für den Erdgaskreislauf, der an der Förderstelle beginnt und beim Verbraucher endet.

Bei einem zu hohen Treibgasausstoß müssen die entsprechenden Firmen dies durch den Kauf von Emissionshandelszertifikaten ausgleichen.

Dieses EnVK-Gesetz schreibt die Effizienz und deren entsprechende Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei Haushaltsgeräten vor.

Im Rahmen des Entry-Exit-Modells muss der Gaslieferant bei der Einspeisung und der Entnahme von Gas Gebühren bezahlen.

Erdgas ist ein fossiler organischer Energiestoff, der unterirdisch gewonnen wird. In Deutschland wird über 20 Prozent der Energie durch Erdgas erzeugt.

Im Rahmen des Exit-Modells muss der Energielieferant nur bei der Entnahme Gebühren zahlen, die Einspeisung erfolgt gratis.

Flüssiggas besteht aus Butan und Propan. Erdgas wird bei 162 Grad unter null zu Flüssiggas, wobei sich das Volumen drastisch reduziert.

Gas ist ein Stoff, der bei 20 Grad gasförmig ist. Es wird oft komprimiert und wegen des Drucks in runden oder kegelförmigen Behältern untergebracht.

Die Grundversorgung ist die Energieversorgung eines Haushalts durch den Grundversorger zu allgemein gültigen Bedingungen und Kosten.

H-Gas ist eine Erdgassorte, die v.a. in Süd- und Ostdeutschland zum Einsatz kommt. Durch den hohen Propan- und Butananteil liegt der Brennwert bei 10 - 12.

Als Heizlast wird die konstant aufzuwendende notwendige Leistung bezeichnet, die nötig ist, um die Temperatur in einem Raum konstant zu halten.

Mit dem Heizwert wird die Energie bezeichnet, die nach Verbrennungs- und Kühlungsprozessen im Endeffekt freigesetzt wird.

Joule ist die Einheit für mechanische, elektrische und chemische Energie und für die Energie der Wärme und Strahlung. 3,6 Millionen Joule ergeben eine kWh.

Mit dem Kesselwirkungsgrad wird angegeben, wie viel Wärme man nach Verlusten durch Abgase und Strahlung aus einem Brennstoff effektiv verwerten kann.

Eine Kilowattstunde (kWh) ist das Produkt aus Zeit und Leistung. Es gibt Aufschluss darüber, wie viel Energie in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wird.

Bei der Kohlevergasung wird Kohlenstoff in gasförmige Verbindungen überführt, die brennbar sind und z.B. als Stadt- oder Generatorengas verwendet werden.

Energiekonzerne müssen Konzessionsabgaben an die jeweilige Gemeinde zahlen, die mit der Benutzung von öffentlichen Verkehrswegen begründet werden.

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz hat die Verringerung von CO₂ zum Ziel, was durch den Bau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erreicht werden soll.

L-Gas hat einen großen Anteil an CO₂ und Stickstoff und daher einen niedrigeren Brennwert als H-Gas. Es wird in Niedersachsen und NRW eingesetzt.

Die Leistung bezieht sich auf das verfügbare Gas eines Haushalts. 1 Kilowatt (kW) ist die allgemein gebräuchlichere Einheit und entspricht 1.000 Watt.

Diese Gebühren müssen von den Verbrauchern an die Netzbetreiber für die Inanspruchnahme von Strom-, Gas- und Telekommunikationsnetzen gezahlt werden.

Aus dieser Einheit geht hervor, wie viel Energie im Heizsystem im Endeffekt wirklich zu verwerten ist. Verluste verschiedenster Art werden berücksichtigt.

Unter der Offshore-Förderung versteht man die Förderung von Erdöl und Erdgas auf See. Diese findet meist auf Bohrinseln statt.

Im Gegensatz zur Offshore-Förderung findet die Onshore-Förderung bei Rohstoffen an Land statt.

Die Organisation von mittlerweile zwölf erdölexportierenden Ländern kümmert sich um die Aufrechterhaltung des Marktes auf einem relativ hohen Preisniveau.

Primäre Energieträger sind erneuerbare, nukleare und fossile Energiestoffe, die zur Stromerzeugung eingesetzt werden können.

Im Gegensatz zu den primären Energieträgern bezeichnet die Sekundärenergie die Energiestoffe, die aus der Verarbeitung von Primärenergie erzeugt werden.

Das in Deutschland nicht mehr verwendete giftige Stadtgas wird durch Kohlever- oder -entgasung gewonnen und hat einen sehr hohen Anteil an Kohlenmonoxid.

Die in den 1970ern entstandene Fernleitung sorgt für eine großflächige Verteilung von Erdgas, das aus Russland und Großbritannien stammt.

Der Wärmedurchgangskoeffizient bezieht sich auf die Dämmstoffdicke. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmqualität.

Der Wirkungsgrad gibt Auskunft über das Verhältnis von aufgenommener und abgegebener Leistung und über die Rentabilität bei Energieumwandlungsprozessen.

Beim Zonentarif sind die Stromkosten vom tatsächlichen Jahresverbrauch abhängig. Die Kosten für eine kWh werden mit steigendem Gebrauch günstiger.