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Gas wird für tausende Berliner ab Februar 2012 teurer: Die Gasag, der Grundversorger in der Hauptstadt, hebt ihre Preise an. Die Kilowattstunde kostet künftig 0,595 Cent mehr. Der monatliche Grundpreis und die übrigen Bedingungen werden von der Gaspreiserhöhung nicht berührt.
Eine Familie, die in einem Reihenhaus oder einer größeren Wohnung jährlich rund 20.000 Kilowattstunden Gas verbraucht, muss im Grundversorgungstarif “Gasag-Komfort” aufgrund der Preiserhöhung jährliche Mehrkosten von 119 Euro einkalkulieren. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 8,6 Prozent. In einer kleineren Wohnung, in der rund 9.000 Kilowattstunden Gas verbraucht werden, schlägt die Tariferhöhung mit jährlich 53,55 Euro zu Buche, was einem Plus von 7,7 Prozent entspricht.
Nach Angaben der Gasag sind vor allem stark gestiegene Einkaufskosten der Grund für die Preiserhöhung. Man habe seit Oktober 2010 die Gaspreise stabil halten können, sei nun aber zu einer Anpassung gezwungen. Die konjunkturelle Erholung nach der Wirtschaftskrise und die weltweit steigende Nachfrage nach Gas habe die Kosten hochgetrieben. Außerdem wird in langfristigen Lieferverträgen zwischen Gasanbietern und Gasförderern häufig eine Bindung an den Ölpreis angewendet, der 2011 deutlich gestiegen ist. Über 500 Gasversorger mussten deshalb bereits im laufenden Jahr ihre Preise erhöhen.
Für Gaskunden – nicht nur in Berlin – kann sich ein Gasanbieter Vergleich deshalb lohnen. Bis zu 500 Euro können sie jährlich durch den Wechsel in einen günstigeren Gastarif sparen. Ein kostenloser und unverbindlicher Online-Vergleich mit dem Gasrechner zeigt blitzschnell, welche Angebote im individuellen Einzelfall zur Verfügung stehen und wie hoch die Einsparung im jeweiligen Tarif ausfallen würde. Auf Wunsch kann auch der Wechsel des Gasanbieters gleich online in Auftrag gegeben werden. Eine Gaspreiserhöhung kann deshalb auch die Chance für günstigere Gaspreise sein.
Energie wird für Millionen Verbraucher zum Jahreswechsel teurer: Insgesamt 164 Energieanbieter planen eine Erhöhung ihrer Grundversorgungstarife im Dezember und Januar. 97 Stromtarife und 67 Gastarife sind von der Erhöhung betroffen. Die Hauptgründe: Beim Gas die Ölpreisbindung, beim Strom die höheren Netzentgelte.
Im Durchschnitt erhöhen die 97 Stromanbieter ihre Allgemeinen Tarife um 45,72 Euro jährlich, das entspricht einem Plus von 3,71 Prozent. Beim Gas liegt die Steigerung sogar bei 110,22 Euro oder 8,25 Prozent. Am kräftigsten langen die Verbandsgemeindewerke Hochspeyer beim Strom mit einer Preiserhöhung um 178,50 Euro bzw. 14,93 Prozent hin. Die Gaspreise steigen bei den Stadtwerken Traunstein am stärksten. Deren Kunden müssen künftig 235,14 Euro mehr bezahlen – das entspricht einer Erhöhung um 19,41 Prozent. Sämtliche Preise wurden für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt berechnet, der 5.000 Kilowattstunden Strom und 20.000 Kilowattstunden Gas verbraucht.
Beim Gas machen sich vor allem höhere Einkaufskosten der Versorger bemerkbar. In ihren Verträgen mit Gaslieferanten wie Gazprom ist häufig noch eine Ölpreisbindung enthalten. Dadurch schlagen seit dem Sommer die zu Jahresbeginn 2011 stark gestiegen Ölpreise auf die Gaspreise durch. Hunderte Gasanbieter hatten bereits in den vergangenen Monaten die Tarife angehoben. Beim Strom sind es vor allem die höheren Netzentgelte, die ab Januar 2012 in vielen Netzgebieten fällig werden, die den Strompreis nach oben treiben. Die EEG-Umlage steigt dagegen zum Jahreswechsel nur marginal, und auch die Preise an der Leipziger Strombörse entwickelten sich zuletzt äußerst moderat.
Die höheren Netzentgelte gehen zu einem großen Teil auf politische Entscheidungen zurück. So erlaubt eine Regelungslücke, die nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs entstanden war und nicht rechtzeitig geschlossen wurde, den Netzbetreibern deutliche Preiserhöhungen. Zudem wurden energieintensive Unternehmen weitgehend von den Netzentgelten befreit, was die Belastung der verbliebenen kleineren Verbraucher steigen lässt. Verbrauchern bleibt als Ausweg aus der Kostenfalle nur ein kostenloser Tarifvergleich und der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Dadurch lassen sich bis zu 500 Euro jährlich beim Strom und ähnliche Summen beim Gas sparen. Oft können Haushalte ihre Energierechnung auf diese Weise sogar deutlich senken.
Millionen Gaskunden müssen sich derzeit auf eine deftige Gaspreiserhöhung einstellen. Doch der Dreh an der Preisschraube pünktlich zu Beginn der Heizperiode ist meist unbegründet, beklagen Verbraucherschützer. In vielen Fällen steigen die Gaspreise demnach wesentlich stärker, als sich durch die höheren Beschaffungskosten für die Gasanbieter erklären lasse.
Der Energieexperte Gunnar Harms hat für den Bund der Energieverbraucher, in dem er selbst Vorstandsmitglied ist, nachgerechnet. Demnach stieg der Gaspreis am Terminmarkt – also für Gas, das jetzt gekauft wird und zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft geliefert wird – zwischen dem zweiten und vierten Quartal 2011 nur um rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde. Anders sieht es dagegen bei Gas aus, das über langfristige Lieferverträge mit Ölpreisbindung beschafft wird, wie sie zum Beispiel E.ON Ruhrgas mit Gazprom abgeschlossen hat: Dafür mussten Versorger im Einkauf 0,8 Cent mehr bezahlen.
Durch diese Entwicklung der Beschaffungskosten lassen sich laut Harms nur Preiserhöhungen maximal im einstelligen Prozentbereich erklären. Vorausgesetzt, der Gasanbieter verfolgt eine kluge Beschaffungsstrategie und beschafft nicht seinen gesamten Gasbedarf über ölgebundene Lieferverträge. Der Preisanstieg fällt aber in der Realität wesentlich gravierender aus: Im September und Oktober werden allein 280 Grundversorgungstarife teurer – um durchschnittlich elf Prozent. Im Einzelfall müssen sogar bis zu 25 Prozent mehr bezahlt werden. Für eine Familie mit einem Gasverbrauch von jährlich 20.000 Kilowattstunden bedeutet das jährliche Mehrkosten von bis zu 400 Euro.
Da liegt ein Schluss nahe: “Viele Gasversorger sahnen nur einfach ab oder haben teures heizölgebundenes Gas geordert”, so Aribert Peters, Vereinsvorsitzender beim Bund der Energieverbraucher. Sein Rat für Betroffene: der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Durch einen Gaspreis Vergleich können Verbraucher oft beträchtliche Summen einsparen. Denn an den Weltmärkten ist Gas nach wie vor im Übermaß und günstig zu haben – Versorger, die geschickt einkaufen, können daher ihre Gaspreise stabil halten oder sogar senken.
Insgesamt 199 Gasanbieter haben für August und September 2011 eine Gaspreiserhöhung angekündigt. Für die Verbraucher bedeutet das durchschnittliche Mehrkosten von elf Prozent – gerechnet auf einen Vier-Personen-Haushalt werden demnach im Schnitt 143 Euro mehr für Gas fällig. In der Spitze liegt die Gaspreiserhöhung sogar bei 25 Prozent.
Betroffen von dieser Erhöhung in der Spitze sind die Kunden der Gasversorgung Wismar Land, sie müssen in Zukunft jährlich 404 Euro mehr für ihr Gas zahlen. Doch nicht nur kleinere Gasanbieter kündigten Preiserhöhungen an: Auch etablierte Konzerne wie E.ON Avacon, EWE und Mainova bitten ihre Kunden zukünftig stärker zu Kasse. Deutschlandweit werden rund 6,3 Millionen Haushalte von der angekündigten Gaspreiserhöhung betroffen sein.
Im Jahr 2011 erhöhten einschließlich August bereits 138 Gasversorger ihre Preise um etwa zehn Prozent (132 Euro). Rechnet man die 229 Gasanbieter, die eine Preiserhöhung bis spätestens Oktober angekündigt haben, mit ein, liegt die Gesamtzahl der Unternehmen, die eine Gaspreiserhöhung vornahmen schon über dem Gesamtwert von 2010. Im Vorjahr hatten insgesamt 261 Anbieter die Gaspreise um durchschnittlich neun Prozent (115 Euro) angehoben. Aufgrund des gestiegenen Ölpreises müssen Kunden in den kommenden Monaten mit weiteren Gaspreiserhöhungen rechnen.
Zwar sind die Endverbraucher offiziell nicht an die Entwicklung des Ölpreises gebunden, doch in der Regel passt sich die Entwicklung des Gaspreises mit einer halbjährlichen Verzögerung an den Ölpreis an. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffungsstrategien der Gasanbieter existieren nach wie vor große Preisunterschiede am Energiemarkt – ein Gaspreisvergleich kann sich für Verbraucher daher bezahlt machen. Vor allem Gasversorger die aufgrund langfristig angelegter Lieferverträge an den Ölpreis gebunden sind erhöhen aktuell die Preise. Vorrangig neue Gasanbieter können hingegen aus dem derzeitigen Überangebot Kapital schlagen und somit ihr Gas deutlich günstiger an den Endkunden weitergeben.
Rund 2,5 Millionen Gaskunden müssen ab August und September mehr für Gas bezahlen: Ihre Gasanbieter planen in den kommenden beiden Monaten eine Gaspreiserhöhung. Im Durchschnitt steigen die Gaspreise um elf Prozent, das ergab eine Auswertung der Grundversorgungstarife durch CHECK24. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh muss damit jährlich 144 Euro mehr für Gas bezahlen. Teilweise fällt die Erhöhung aber auch deutlich massiver aus.
Zum Beispiel bei der Energieversorgung Oberes Wiesenthal in Baden-Württemberg: Deren Kunden müssen ab August um 29 Prozent mehr für Gas bezahlen. Die Kasse des Musterhaushaltes belastet das mit 380 Euro jährlich. Noch stärker langt die Gasversorgung Wismar Land Vertrieb GmbH hin. Die Erhöhung liegt zwar nur bei 25 Prozent. Weil die Gaspreise dieses Unternehmen aber zuvor bereits relativ hoch waren, steigt die jährliche Gasrechnung ihrer Kunden für 20.000 kWh ab September sogar um 404 Euro.
Auch einige große Gasversorger drehen an der Preisschraube: So steigen die Gaspreise bei E.ON Avacon um neun Prozent oder 144 Euro pro Jahr. Kunden des Oldenburger Versorgers EWE müssen ein Plus von 13 Prozent oder 168 Euro einkalkulieren. 42 weitere Grundversorger hatten bereits zum 1. Juli eine Gaspreiserhöhung durchgeführt. Energieexperten erwarten, dass weitere Versorger in den kommenden Monaten nachziehen werden. Als Grund wird zum einen die langfristig steigende Nachfrage genannt, weil Gaskraftwerke eine zunehmende Rolle in der Stromversorgung spielen, aber auch die Entwicklung der Ölpreise.
Denn viele Versorger beziehen ihr Gas über langfristige Verträge, die sich – mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung – an den Ölnotierungen orientieren. Und die waren zu Jahresbeginn kräftig gestiegen. Gasanbieter, die sich im Börsenhandel kurzfristig eindecken, können dagegen derzeit relativ günstig einkaufen. Durch moderne Fördermethoden können Gasvorkommen gefördert werden, die bisher nicht erschließbar waren. Für Verbraucher bedeutet das, dass sie durch einen Gaspreisvergleich derzeit besonders hohe Einsparungen erzielen können.
Die Gaspreise steigen im Sommer: Mit der EnBW kündigte ein großer Gasanbieter eine Preiserhöhung um knapp zehn Prozent zum 1. August an. Bislang gaben zudem weitere 37 Grundversorger eine Tariferhöhung im Juli oder August bekannt. Um durchschnittlich gut zehn Prozent müssen die Kunden mehr bezahlen.
Die EnBW verlangt im Grundversorgungstarif ErdgasPlus um 0,64 Cent mehr pro Kilowattstunde. das bedeutet für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh, dass die Gasrechnung um 128 Euro pro Jahr steigt. Am stärksten erhöhen die Stadtwerke Verden ihren Gaspreis: Bei ihnen muss der Musterhaushalt sogar 196 Euro mehr bezahlen – das ist ein Plus von knapp 18 Prozent. Durchschnittlich steigen die Gaskosten bei den 38 Unternehmen um rund 137 Euro.
Bereits in den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Gasanbieter die Preise erhöht. Energieexperten sehen die hohen Ölpreise als wichtigsten Grund dafür an. Die Ölnotierungen hatten zu Jahresbeginn unter anderem durch die Krisen in Nahost und Nordafrika stark angezogen. Die Ölpreisbindung ist nach einem Gerichtsurteil in Endkundenverträgen zwar abgeschafft, in den Lieferverträgen, die von den Gasanbietern mit ihren Gaslieferanten geschlossen werden, ist sie aber oft weiterhin enthalten. Deshalb steigen nun – einige Monate nach den Ölpreisen – auch die Gaspreise.
In den kommenden Monaten werden weitere Gaspreiserhöhungen erwartet. Denn die weltweite Nachfrage steigt, da Gas als vergleichsweise sauberer und klimafreundlicher Energieträger gilt. Außerdem setzen zahlreiche Länder bei der Stromerzeugung zunehmend auf Gaskraftwerke, um Kohle- und Atommeiler zu ersetzen. Der russische Gasexporteur Gazprom, der etwa ein Drittel des in Deutschland benötigten Gases liefert, kündigte bereits neue Preissprünge an. Für Verbraucher kann es sich deshalb lohnen, einen Gasvergleich durchzuführen und gezielt nach einem günstigen Gastarif mit Preisgarantie zu suchen. Auch beim Strom erwarten Experten um die Jahreswende steigende Preise – unter anderem durch den Atomausstieg und den Ausbau der erneuerbaren Energien – und raten Stromtarife zu vergleich und den Stromanbieter zu wechseln, die das aktuelle Preisniveau fixieren.
Gazprom plant die nächste Gaspreiserhöhung: Für 1.000 Kubikmeter Gas sollen die Versorger in langfristigen Lieferverträgen bis Jahresende rund 500 Dollar bezahlen müssen. Die Gründe: Eine stark gestiegene Nachfrage und die Ölpreisbindung.
Der russische Gasmonopolist Gazprom will von der hohen Gas-Nachfrage profitieren: Der Konzern, der mehrheitlich in Staatsbesitz ist, plant, den Exportpreis in langfristigen Lieferverträgen bis Dezember auf rund 500 Dollar pro 1.000 Kubikmeter erhöhen, so Vorstandschef Alexej Miller laut russischen Medien. Damit müssten die einheimischen Versorger deutlich mehr für ihr Gas bezahlen: Im vergangenen Jahr lag der Exportpreis von Gazprom bei durchschnittlich 306 Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Europa bezieht 23 Prozent seines Gasbedarfs aus Russland.
Die russischen Gasexporte waren im ersten Quartal 2011 um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, weil die Nachfrage durch das Ende der Krise und den kalten Winter angekurbelt wurde. Nach dem Atomunfall in Fukushima dürfte der Gasverbrauch weiter steigen, weil viele Staaten zunehmend auf Gaskraftwerke setzen wollen. Außerdem orientieren sich die langfristigen Lieferverträge von Gazprom – mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Monaten – an den Ölpreisen, die nach den Krisen und Revolutionen in Nordafrika und dem Nahen Osten stark gestiegen waren.
Kunden von Gasanbietern, die langfristige Lieferverträge mit Gazprom abgeschlossen haben, müssen deshalb mit Preissteigerungen rechnen. Für Verbraucher kann es sich daher lohnen, einen Gasanbieter Vergleich durchzuführen. Denn Gasanbieter, die sich auf dem Spotmarkt eindecken, können teilweise deutlich günstiger Gas einkaufen und damit auch günstigere Tarife anbieten.