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Milder Winter senkt Heizkosten für Gaskunden

Die Heizkosten sind in Haushalten mit Gasheizung in der zurückliegenden Heizperiode gesunken. Grund ist das vergleichsweise milde Winterwetter. Wie die Internetseite get-energy.de vorrechnet, musste ein Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus von Anfang Oktober 2011 bis Ende März 2012 rund 16.250 Kilowattstunden Energie zum Heizen einsetzen.

In den vorangegangenen Heizperioden 2010/11 sowie 2009/10 lag der Energieverbrauch des Modellhaushaltes dagegen bei je knapp 17.900 Kilowattstunden. Trotz der heftigen Kältewelle Anfang Februar ging der Heizenergiebedarf damit unterm Strich um rund neun Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen zwar in den vergangenen zwei Jahren die Gaspreise – allerdings mit einem Plus von acht Prozent etwas weniger stark. Unterm Strich blieb dem Musterkunden damit eine geringe Einsparung: In der vergangenen Heizperiode zahlten er 1.045 Euro, im Winter vor zwei Jahren waren es dagegen noch 1.066 Euro.

Allerdings: Strenger Frost oder weiter steigende Gastarife können die Rechnung schnell ganz anders aussehen lassen. Gaskunden sollten daher schon jetzt einen Blick in ihren aktuellen Gasvertrag werfen. Etliche Tarife müssen vor Beginn der Heizperiode und des neuen Gaswirtschaftsjahres im September gekündigt werden. Je nach Kündigungsfrist kann daher eine Kündigung schon in den kommenden Monaten notwendig sein. Ein Gasanbieter Vergleich zeigt kostenlos, unkompliziert und unverbindlich, ob günstigere Tarife zur Verfügung stehen. Im Idealfall sollten sie eine Preisgarantie bieten, die die kommende Heizperiode komplett abdeckt.

Haushalte, die mit Öl heizen, mussten die Auswirkungen heftig steigender Preise bereits in den zurückliegenden Wintern schmerzhaft erfahren. Die Heizölpreise kletterten in den vergangenen zwei Jahren massiv nach oben. Die Folge: Während für den Heizenergiebedarf des Winters 2009/2010 durchschnittlich 1.034 Euro bezahlt werden mussten, waren es für den geringeren Verbrauch im vergangenen Winter satte 1.449 Euro. Das entspricht einer Kostensteigerung von 40 Prozent.

So sparen Sie an Ihren Heizkosten

Ein neuer, günstiger Gaslieferant ist für den Verbraucher nur der erste Schritt, um Kosten bei der Beheizung der Wohnung oder des Hauses einzusparen. Vor allem im Winter kann jeder Haushalt durch ein gezieltes Heizverhalten Energie, und somit Kosten einsparen.
Die Reduzierung der Raumtemperatur um ein Grad kann jedem Haushalt bereits eine Einsparung im Gasverbrauch um rund 6% bringen, und dabei sind alle beheizten Räume immer noch ausreichend warm. In der Regel reichen im Schlafzimmer rund 16 Grad aus, während es im Bad rund 22 Grad warm sein sollte. Die anderen Räume, die am häufigsten genutzt werden, sind mit 20 Grad ausreichend warm. Um die Wärme in den beheizten Räumen zu halten, und einen Wärmeverlust zu vermeiden, sollten die Türen zu nicht, oder weniger beheizten Räumen immer geschlossen bleiben.

Heizkörper, in denen sich Luft abgesetzt hat, geben das allseits bekannte Gluckern von sich, und sollten umgehend entlüftet werden, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Wenn Heizungen ständig eine gleichmäßige Wärme abgeben, ist in der Regel das Thermostatventil defekt, und sollte umgehend ausgewechselt werden, um Heizkosten zu sparen. Das gleiche gilt für Ventile, die sich nur noch schwer drehen, und einstellen lassen. Der Verbraucher kann bei einem Austausch die Gelegenheit nutzen diese sofort mit einer Zeitschaltuhr zu versehen, denn diese regeln nicht nur nachts, sondern auch in Abwesenheit, automatisch die Temperatur herunter.
Ein anderer Grund für hohe Heizkosten ist das Lüften. Verbraucher sollten darauf achten, dass keine Dauerbelüftung mit Kippfenstern erfolgt, sondern dass man mehrmals am Tag circa 5 Minuten das so genannte Stoßlüften vollzieht. Dabei sollte man die Fenster soweit wie möglich öffnen, und dabei am besten zugleich Durchzug erzeugen, um die verbrauchte Luft effizient auszutauschen. Während des Lüftens sollte man die Thermostatventile ausschalten, da sie ansonsten auf volle Leistung umstellen.

Um eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum zu gewährleisten, sollte man auf schwere Vorhänge oder Möbel vor den Heizkörpern verzichten, denn hiermit gehen rund 40% der Wärme verloren. Um einen Wärmeverlust zu verhindern sollte man vor allem im Winter und über Nacht, vorhandene Rolläden oder Vorhänge runterlassen, bzw. zuziehen, um die Wärme in den Räumen zu halten.
Ein anderer Punkt ist eine moderne Heizanlage, die mit möglichst wenig Energie eine behagliche Wärme produziert. Ein anderer Aspekt ist die regelmäßige Wartung der Heizung, denn mit einer optimalen Einstellung kann jeder Haushalt zusätzlich rund 20% an Energiekosten einsparen.