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Gaspreiserhöhung – Gaspreisentwicklung 2011

Nachdem bereits die meisten Stromkunden mit deutlichen Preiserhöhungen zu kämpfen hatten, wird es nun auch bei der Gasversorgung vielfach höhere Preise geben. Die Mehrheit der Energieunternehmen hat ihre Angebote im Jahresverlauf 2011 bereits verteuert oder plant die Erhöhung.

Eine Gaspreiserhöhung folgt der nächsten

Schon zu Beginn des Jahres 2011 verkündeten über siebzig Gasversorger eine drastische Anhebung der Gaspreise ab Januar: Um sieben Prozent würden die Kosten für den Endkunden im Schnitt steigen. Doch das war erst der Anfang.

Zur Jahresmitte der nächste Schock: Sechzig weitere Energiekonzerne planen für den Sommer deutliche Tariferhöhungen. Die Preissteigerungen belaufen sich mittlerweile im Durchschnitt auf gut zehn Prozent, manche Versorger verlangen gleich gar 18 Prozent mehr.

Trotz aller Hiobsbotschaften lohnt sich allerdings weiterhin ein Vergleich der Anbieter. Die große Gaspreiserhöhung 2011 ist keineswegs eine durchgehende Erscheinung auf dem Markt. Beispielsweise konnten viele Unternehmen ihre Preise im Jahresverlauf konstant halten. Manche hatten sogar Sparpotenzial und waren so in der Lage, dieses in Form von Preissenkungen an ihre Endkunden weiterzugeben.

Neben unterschiedlichen Strategien bei der Gasbeschaffung zählt auch die Weltwirtschaft zu den Ursachen für die disparate Preisentwicklung auf dem Energiemarkt. Trotz des offiziellen Endes der Ölpreisbindung müssen viele Unternehmen mit langfristigen Versorgungsverträgen ihre Gastarife für Verbraucher oft an den Preis von Öl anpassen.

Mit kurzfristigen Verträgen können Energieversorger besser auf Preisfluktuationen reagieren und ihren Kunden so oft auch günstigere Gaspreise anbieten. Die fortgesetzt schlechte Lage der Weltwirtschaft im letzten Jahr erwies sich für clevere Anbieter sogar als Chance: geringe Nachfrage bedeutete niedrige Preise.

Die Gaspreisentwicklung im Jahresverlauf

Im Schnitt hat sich der Gaspreis in Deutschland innerhalb eines Jahres tatsächlich um etwa vier Prozent erhöht. Der Anstieg war aber keineswegs universell und offenbart noch immer ein deutliches Sparpotenzial für den Endverbraucher.

Gaspreiserhöhungen von 06/2010 bis 06/2011

Die durchschnittliche Teuerung ergab sich vor allem durch höhere Preise bei den Grundversorgern mit ihrer noch immer markanten Marktdominanz. Ein Anstieg von vier Prozent bei den Grundversorgungstarifen war die Ursache für den allgemeinen Gaspreisschock.

Unabhängig davon gibt es allerdings weiterhin viele Alternativtarife, die nach einem relativ moderaten Kostenanstieg nun eine konstante Preisentwicklung aufweisen oder sich sogar verbilligt haben.

Viele Verbraucher können von diesem Preisgefälle profitieren und zu einem günstigen Gasanbieter wechseln. Pro Jahr lassen sich so im Schnitt immer noch über 200 Euro beim Wechsel von einem teuren zu einem günstigen Versorger sparen.